Ein mit einem Instagram-Bild-Downloader gespeichertes Foto ist nicht automatisch das unveränderte Kameraoriginal des Urhebers. Grundlegende Eigenschaften wie Pixelmaße oder ein Farbprofil können erhalten bleiben. Angaben zu Kamera, Objektiv, Belichtung, GPS-Standort und ursprünglichem Aufnahmezeitpunkt können dagegen fehlen oder verändert sein.

Bildunterschriften, Benutzernamen, Beitrags-URLs, Kommentare und Interaktionszahlen gehören zur Instagram-Beitragsseite. Sie sind normalerweise nicht in die Bilddatei eingebettet. Prüfen Sie deshalb die heruntergeladene Datei selbst und bewahren Sie wichtige Informationen zur Quelle separat auf.

Was ein heruntergeladenes Foto verraten kann

Bildmetadaten sind Informationen, die neben den eigentlichen Bilddaten in einer Datei gespeichert werden. Drei verbreitete Metadatenstandards sind:

  • EXIF: Kameraeinstellungen, Aufnahmedaten, Ausrichtung und manchmal GPS-Koordinaten.
  • IPTC: Beschreibende Informationen wie Urheber, Bildunterschrift und Urheberrechtshinweise.
  • XMP: Erweiterbare Felder für Beschreibungen, Rechte, Bearbeitungsinformationen und weitere Angaben.

Nicht jedes Bild enthält Metadaten nach diesen Standards. Ein Farbprofil, das festlegt, wie Farbwerte interpretiert werden sollen, kann separat als ICC-Profil gespeichert sein.

Welche Informationen erhalten bleiben, hängt unter anderem von früheren Bearbeitungen, der Verarbeitung durch Instagram und der beim Download bereitgestellten Datei ab. Ein fehlendes Feld sagt etwas über diese Kopie aus – aber nicht genau, wann oder warum die Information verloren gegangen ist.

Die folgende Tabelle ordnet 19 hilfreiche Felder drei Kategorien zu: „Eingebettet“ steht für technische Informationen innerhalb der Datei, „Datei/Dateisystem“ für Dateieigenschaften oder Einträge im Dateisystem und „Seitenkontext“ für Informationen zum Instagram-Beitrag.

Kategorie Feld Wo Sie es finden und was es bedeutet
Eingebettete technische Metadaten Kamerahersteller EXIF Make; eingetragener Hersteller
Eingebettete technische Metadaten Kameramodell EXIF Model; eingetragenes Kameramodell
Eingebettete technische Metadaten Objektiv EXIF LensModel; eingetragenes Objektiv
Eingebettete technische Metadaten Belichtungseinstellungen EXIF; gespeicherte Angaben zu Verschlusszeit, Blende und ISO
Eingebettete technische Metadaten GPS-Standort EXIF-GPS-Felder; gespeicherte Koordinaten
Eingebettete technische Metadaten Ursprüngliches Aufnahmedatum DateTimeOriginal; angegebener Aufnahmezeitpunkt
Eingebettete technische Metadaten Ausrichtung EXIF Orientation; vorgesehene Ausrichtung bei der Anzeige
Eingebettete technische Metadaten Farbprofil ICC-Profil; Vorgabe zur Interpretation der Farbwerte
Eingebettete technische Metadaten Pixelmaße Bild-Header; Breite und Höhe in Pixeln
Datei-/Dateisystemeigenschaften MIME-Typ Dateianalyse; erkannter Medientyp
Datei-/Dateisystemeigenschaften Dateigröße Dateieigenschaften; Größe in Bytes
Datei-/Dateisystemeigenschaften Erstellungsdatum Dateisystemeintrag; kann den Zeitpunkt angeben, zu dem die heruntergeladene Kopie erstellt wurde
Datei-/Dateisystemeigenschaften Änderungsdatum Dateisystemeintrag; kann auf einen Download, Kopiervorgang oder eine Bearbeitung zurückgehen
Instagram-Seitenkontext Sichtbare Bildunterschrift Beitragsseite; separat aufbewahren
Instagram-Seitenkontext Benutzername oder Kontoname Kopfbereich des Beitrags; den beim Abruf angezeigten Namen dokumentieren
Instagram-Seitenkontext Beitrags-URL Teilen-Optionen oder Adresszeile des Browsers; Quelladresse aufbewahren
Instagram-Seitenkontext Sichtbares Veröffentlichungsdatum Beitragsseite; kein Beleg für das Aufnahmedatum des Fotos
Instagram-Seitenkontext Kommentare Kommentarbereich; Inhalt und Sichtbarkeit können sich ändern
Instagram-Seitenkontext Interaktionszahlen Beitragsseite; Momentaufnahme der Interaktionen, keine Bildmetadaten

Eingebettete beschreibende Felder können ebenfalls eine Bildunterschrift oder einen Urhebernamen enthalten. Gehen Sie jedoch nicht davon aus, dass diese Angaben mit der aktuellen Instagram-Bildunterschrift oder dem aktuellen Konto übereinstimmen. Informationen auf der Beitragsseite und eingebettete Metadaten sind voneinander getrennte Quellen.

Datenschutzhinweis zu GPS-Daten: Fehlende GPS-Felder beweisen nicht, dass das Originalbild nie Standortdaten enthalten hat. Auch ohne diese Felder kann ein Foto seinen Aufnahmeort verraten – etwa durch Straßenschilder, Wahrzeichen, Spiegelungen oder sichtbare Adressen. Prüfen Sie vor dem Teilen einer Datei sowohl die Metadaten als auch den Bildinhalt.

So speichern Sie ein unterstütztes Foto

Beim Ansehen wird ein Inhalt lediglich angezeigt. Die Instagram-Funktion „Speichern“ setzt innerhalb der App ein Lesezeichen für den Beitrag. Ein Download erstellt dagegen eine separate Datei, die Sie auf Ihrem Gerät untersuchen können. Ein Lesezeichen reicht dafür nicht aus.

  1. Prüfen Sie Inhalt und Berechtigung. Dieser Ablauf ist für Beiträge mit einem einzelnen Foto gedacht, das Ihnen gehört oder das Sie mit Erlaubnis aufbewahren dürfen. Bei Ihrem eigenen Foto sollten Sie zuerst das Kameraoriginal oder die bearbeitete Masterdatei sichern.
  2. Kopieren Sie den Link zum einzelnen Beitrag. Öffnen Sie den Fotobeitrag und suchen Sie in den Teilen-Optionen von Instagram nach Link kopieren. Die Position kann je nach App-Version und Browser variieren. Kopieren Sie die Beitragsadresse, nicht die Profiladresse des Kontos.
  3. Nutzen Sie das Tool für einzelne Fotos. Fügen Sie den Beitragslink in Grabfys Instagram-Foto-Downloader ein und folgen Sie den aktuellen Anweisungen für unterstützte Inhalte. Grabfy ist ein Drittanbieterdienst und kein offizielles Produkt von Instagram oder Meta.
  4. Suchen Sie die heruntergeladene Datei. Sehen Sie zuerst in der Downloadliste Ihres Browsers und anschließend im dort eingestellten Downloadordner nach. Je nach Gerät und Einstellungen finden Sie die Datei möglicherweise in der App „Dateien“, einem Downloadordner oder dem Dateimanager Ihres Computers – nicht unbedingt in Ihrer Fotomediathek.
  5. Öffnen Sie die Datei und halten Sie den Kontext fest. Prüfen Sie, ob die Datei das gewünschte Foto enthält. Notieren Sie anschließend die Quell-URL und das Abrufdatum, bevor Sie die Metadaten untersuchen.

Verlassen Sie sich nicht darauf, dass jeder Beitrag in einem bestimmten Format oder einer bestimmten Auflösung heruntergeladen wird, Metadaten erhalten bleiben oder der Download überhaupt gelingt. Falls der Link nicht funktioniert, prüfen Sie, ob er zum gewünschten Einzelbild-Beitrag führt und ob dieser noch zugänglich ist. Geben Sie Ihre Instagram-Zugangsdaten nicht bei unbekannten Diensten ein und versuchen Sie nicht, Kontobeschränkungen zu umgehen.

Warum Karussells einen anderen Ablauf benötigen

Ein Karussell ist ein einzelner Beitrag mit mehreren Elementen. Wenn Sie daraus ein Foto herunterladen, haben Sie damit nicht zwangsläufig den gesamten Beitrag gesichert.

Verwenden Sie für ein Karussell einen Instagram-Karussell-Downloader, der für unterstützte Beiträge mit mehreren Elementen vorgesehen ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass er jede Kombination von Medientypen unterstützt, alle Elemente auf einmal herunterlädt oder deren Reihenfolge beibehält.

  1. Prüfen Sie den ursprünglichen Beitrag. Stellen Sie fest, welche Elemente Sie benötigen, und notieren Sie deren Positionen.
  2. Speichern Sie unterstützte Elemente einzeln oder nach den Anweisungen des Tools. Vergleichen Sie die heruntergeladenen Dateien mit dem Beitrag, statt eine vollständige Sammlung vorauszusetzen.
  3. Dokumentieren Sie jede Position selbst. Verwenden Sie einen Dateinamen mit führender Null wie referenz_03 und ergänzen Sie im Begleitdatensatz karussell_slide: 3.

Ein einzelnes Foto, ein Karussell, ein Reel, ein Videobeitrag und Stories sind unterschiedliche Inhaltstypen. Ein für einen Typ vorgesehener Ablauf lässt sich nicht ohne Weiteres auf einen anderen übertragen. Zum Speichern unterstützter öffentlicher Stories ist beispielsweise Grabfys Instagram-Story-Saver vorgesehen, nicht ein Downloader für reguläre Fotobeiträge.

So untersuchen Sie Metadaten lokal

Beginnen Sie mit der Informations- oder Eigenschaftenansicht für Dateien in Ihrem Betriebssystem. Je nach System und Dateityp zeigt sie unter anderem Pixelmaße, Dateigröße, Typ sowie Erstellungs- und Änderungsdatum an. Häufig sehen Sie dort allerdings nur einen Teil der verfügbaren Informationen.

Für eine ausführlichere Untersuchung auf Ihrem Gerät gehen Sie so vor:

  1. Laden Sie ExifTool aus der offiziellen Quelle herunter. Mit einer lokalen Prüfung vermeiden Sie, ein möglicherweise sensibles Foto auf eine Website zur Metadatenanalyse hochzuladen.

  2. Öffnen Sie ein Terminal im Ordner der Datei.

  3. Führen Sie den folgenden Befehl aus. Ersetzen Sie filename durch den tatsächlichen Dateinamen oder den vollständigen Dateipfad:

    exiftool -G1 -a -s filename
    

    Einen Dateinamen mit Leerzeichen setzen Sie in Anführungszeichen:

    exiftool -G1 -a -s "heruntergeladenes foto.jpg"
    
  4. Prüfen Sie die Gruppen und Metadatenfelder, auch Tags genannt. Achten Sie auf EXIF, IPTC, XMP, GPS, DateTimeOriginal, MIME-Typ, Pixelmaße, Ausrichtung und Angaben zum Farbprofil.

  5. Bewahren Sie die unveränderte Kopie auf. Wenn Sie später Metadaten hinzufügen oder bearbeiten möchten, arbeiten Sie mit einem Duplikat.

Der Befehl liest Metadaten aus, verändert sie aber nicht. -G1 zeigt die genaueren Gruppennamen an, -a gibt auch mehrfach vorkommende Tags aus und -s verwendet kurze Tagnamen.

Bezeichnungen in der Ausgabe erkennen

Suchen Sie nicht nur nach einer Gruppe mit dem Namen [EXIF]. Bei diesem Befehl können EXIF-Informationen auf mehrere genauer bezeichnete Gruppen verteilt sein.

Metadatenbereich Mögliche Gruppe in der Ausgabe Beispielhafte Tags
EXIF-Grunddaten [IFD0] Make, Model, Orientation
EXIF-Aufnahmeeinstellungen [ExifIFD] DateTimeOriginal, ExposureTime, FNumber, ISO
EXIF-Standort [GPS] GPSLatitude, GPSLongitude, GPSAltitude
IPTC-Beschreibungen [IPTC] Caption-Abstract, By-line, CopyrightNotice
XMP-Beschreibungen [XMP-dc] Creator, Description, Rights
XMP-Datumsangaben [XMP-xmp] CreateDate, ModifyDate
ICC-Farbinformationen [ICC_Profile], [ICC-header] ProfileDescription, ColorSpaceData
Erkannte Dateieigenschaften [File] MIMEType, ImageWidth, ImageHeight
Dateisysteminformationen [System] FileSize, FileModifyDate

Welche Gruppennamen und Tags erscheinen, hängt von der Datei ab. Pixelmaße können auch in formatspezifischen Gruppen oder bei zusammengesetzten Werten stehen. Die Erstellungszeit im Dateisystem wird nicht auf jedem Betriebssystem gleich angezeigt. Sehen Sie deshalb bei Bedarf zusätzlich in der Eigenschaftenansicht Ihres Systems nach.

Fehlt ein Feld in der Ausgabe, wurde es bei dieser Untersuchung nicht gefunden. Das beweist nicht, dass es in einer früheren Version nie vorhanden war. Ebenso belegt die Dateiendung .jpg allein nicht den tatsächlichen Medientyp. Vergleichen Sie sie mit dem erkannten MIMEType.

Welches Datum ist das Aufnahmedatum?

Unterscheiden Sie drei Werte:

  • DateTimeOriginal: ein eingebettetes Feld, das den Aufnahmezeitpunkt angeben soll.
  • Erstellungsdatum im Dateisystem: kann angeben, wann diese Kopie im aktuellen Dateisystem erstellt wurde.
  • Änderungsdatum im Dateisystem: kann auf einen Download, Kopiervorgang, eine Bearbeitung, eine Metadatenänderung oder einen anderen Dateivorgang zurückgehen.

Das folgende Beispiel zeigt zwei hypothetische Dateien, die am 15. April 2026 heruntergeladen wurden:

Datumsfeld Kopie A Kopie B
DateTimeOriginal Nicht vorhanden 2019:06:12 14:20:00
Erstellungsdatum im Dateisystem 2026-04-15 2026-04-15
Änderungsdatum im Dateisystem 2026-04-15 2026-04-15

Bei Kopie A bleibt das Aufnahmedatum unbekannt. Die beiden Datumsangaben aus dem Dateisystem belegen nicht, dass das Foto 2026 aufgenommen wurde.

Bei Kopie B steht einem älteren eingebetteten Aufnahmedatum ein neueres Erstellungs- und Änderungsdatum gegenüber. Das passt zu einem älteren Foto, das später heruntergeladen wurde. Es bestätigt aber nicht, dass das Datum von 2019 echt ist.

Kamerauhren können falsch eingestellt sein, Metadaten lassen sich bearbeiten und bei DateTimeOriginal kann die Zeitzonenangabe fehlen. Wenn der Zeitpunkt wichtig ist, suchen Sie nach ergänzenden Feldern zum Zeitzonenversatz und nach Aufzeichnungen des Eigentümers. Ein einzelner Zeitstempel ist kein unabhängiger Beweis.

Original, Download, Screenshot oder Kontoexport?

Diese vier Quellen erfüllen unterschiedliche Zwecke. Entscheidend ist, ob Sie Bilddetails, eingebettete Informationen, den Kontext des Instagram-Beitrags oder Hinweise zur Herkunft benötigen.

Quelle Bildtreue Eingebettete Metadaten Plattformkontext Einschränkungen beim Herkunftsnachweis
Kameradatei oder bearbeitete Masterdatei In der Regel die beste Quelle für die verfügbaren Bilddetails; eine bearbeitete Masterdatei kann jedoch von der Kameraaufnahme abweichen Kann je nach Bearbeitungsablauf Kameraangaben, Bearbeitungsinformationen und Rechtehinweise enthalten Enthält normalerweise weder Instagram-URL noch Kommentare oder Interaktionsdaten Zusammen mit Aufzeichnungen zur Aufnahme und der Projekthistorie hilfreich; Metadaten allein beweisen jedoch keine Urheberschaft
Von Instagram heruntergeladenes Bild Entspricht der beim Download bereitgestellten Datei, die durch vorherige Verarbeitung verändert worden sein kann Müssen geprüft werden; Kameraangaben und beschreibende Felder können fehlen Bildunterschrift, Konto, URL und Interaktionsdaten müssen normalerweise separat dokumentiert werden Hält zusammen mit Quellenangabe und Abrufdatum eine abgerufene Kopie fest; diese ist nicht zwangsläufig das Kameraoriginal
Screenshot Hält die Bildschirmanzeige fest, einschließlich möglicher Skalierung, Zuschnitte oder Bedienelemente Enthält Metadaten des neu erstellten Screenshots, nicht die ursprünglichen Metadaten des Quellbildes Kann sichtbare Angaben der Beitragsseite bewahren, aber nur das, was auf dem Bildschirm zu sehen war Kann dokumentieren, was angezeigt wurde; belegt jedoch nicht die Herkunft des abgebildeten Fotos
Instagram-Kontodatenexport Hängt von den bereitgestellten Dateien ab; Kameraoriginale sind nicht garantiert Variieren je nach exportierten Elementen und verfügbaren Datensätzen Kann je nach Exportauswahl Daten zum Konto und zu seinen Inhalten enthalten Kann zur Dokumentation der Kontohistorie beitragen, liefert aber weder eine vollständige Beweiskette noch einen Nachweis der Urheberschaft

Suchen Sie für Ihr eigenes Konto in der Meta-Kontenübersicht nach den Optionen für den Datenexport. Bezeichnungen und Auswahlmöglichkeiten können sich ändern. Bewahren Sie die begleitenden Datensätze zusammen mit den Medien auf, statt nur die Bilder zu entnehmen und ihren Kontext zu verwerfen.

Keine dieser Quellen deckt jeden Bedarf ab. Wenn möglichst viele Bilddetails oder die Entstehungsgeschichte der Aufnahme wichtig sind, bewahren Sie die frühere Kameradatei oder bearbeitete Masterdatei auf beziehungsweise fordern Sie sie an. Den Kontext des Instagram-Beitrags sollten Sie separat vom Bild sichern.

Kontext mit einem Sidecar-Datensatz bewahren

Ein Sidecar ist ein separater Begleitdatensatz, den Sie zusammen mit dem Bild speichern. Dafür eignen sich beispielsweise eine Textdatei, JSON, CSV oder eine Tabelle. Darin halten Sie Informationen fest, die das Bild allein nicht zuverlässig enthält.

  1. Benennen Sie das Bild nach einem einheitlichen Schema. Nehmen Sie das Abrufdatum und eine eindeutige Referenzkennung in den Dateinamen auf.
  2. Erstellen Sie gleich einen passenden Begleitdatensatz. Kombinieren Sie beispielsweise 2026-04-15_referenz-001.jpg mit 2026-04-15_referenz-001.txt. Behalten Sie die tatsächliche Dateiendung des Bildes bei.
  3. Trennen Sie Beobachtungen von Annahmen. Schreiben Sie „nicht sichtbar“ oder „unbekannt“, statt zu raten.
  4. Bewahren Sie Nachweise über erteilte Genehmigungen zusammen mit dem Datensatz auf. Notieren Sie, wer welche Nutzung erlaubt hat und welche Einschränkungen gelten.

Diese Vorlage können Sie kopieren:

gespeicherter_dateiname:
quellbeitrag_url:
kontoname_beim_abruf:
sichtbare_bildunterschrift:
sichtbares_veroeffentlichungsdatum:
abrufdatum_und_zeitzone:
berechtigungs_oder_herkunftshinweise:

karussell_slide_nummer:
beobachteter_mime_typ:
beobachtete_pixelmasse:
beobachtete_dateigroesse_bytes:
motiv_tags:
wiederverwendungsbeschraenkungen:
erfasst_von:

Falls kein genauer Zeitstempel verfügbar ist, übernehmen Sie das sichtbare Veröffentlichungsdatum so, wie es angezeigt wird. Wenn Sie Kommentare oder Interaktionszahlen für einen berechtigten Zweck erfassen, ergänzen Sie das Datum der Erfassung: Diese Angaben können sich ändern.

Bewahren Sie Kameraoriginale, bearbeitete Masterdateien und relevante Projektdateien Ihrer eigenen Arbeiten getrennt von heruntergeladenem Referenzmaterial auf. Ein öffentlich sichtbares Bild wird durch den Download nicht zu Ihrem Eigentum, und eine Namensnennung ersetzt keine Genehmigung. Klären Sie die erforderlichen Rechte, bevor Sie ein Bild erneut veröffentlichen oder kommerziell verwenden.

Entspricht die heruntergeladene Kopie Ihrem Original?

Wenn Ihnen sowohl das Original beziehungsweise die bearbeitete Masterdatei als auch die heruntergeladene Kopie vorliegen, können Sie beide systematisch vergleichen.

  1. Vergleichen Sie die Pixelmaße. Eine Änderung von 4000 × 3000 auf 2000 × 1500 zeigt, dass das Bild weniger Pixel enthält. Sind Breite und Höhe vertauscht, prüfen Sie außerdem die Ausrichtung.
  2. Vergleichen Sie die exakten Dateigrößen. Unterschiedliche Größen in Bytes belegen einen Unterschied, sagen aber nichts über dessen Ursache aus. Gleiche Größen beweisen nicht, dass die Dateien identisch sind.
  3. Untersuchen Sie beide Dateien mit demselben ExifTool-Befehl. Vergleichen Sie EXIF-, IPTC-, XMP- und GPS-Felder sowie Ausrichtung und ICC-Profil.
  4. Berechnen Sie für beide Dateien SHA-256-Hashes. Ein Hash ist eine Art Fingerabdruck, der aus den Bytes einer Datei berechnet wird.

In Windows PowerShell:

Get-FileHash -Algorithm SHA256 -LiteralPath "original.jpg"
Get-FileHash -Algorithm SHA256 -LiteralPath "download.jpg"

Im Terminal unter macOS:

shasum -a 256 "original.jpg" "download.jpg"

Unter Linux, sofern sha256sum verfügbar ist:

sha256sum "original.jpg" "download.jpg"

Für den praktischen Dateivergleich belegen übereinstimmende SHA-256-Hashes, dass beide Dateien Byte für Byte identisch sind. Sie belegen weder, dass eine der Dateien ein echtes Kameraoriginal ist, noch wer sie erstellt hat.

Unterschiedliche Hashes zeigen, dass die Dateien voneinander abweichen. Sie verraten nicht, ob Instagram, eine Bearbeitung, ein Downloader, ein Übertragungsvorgang oder ein anderer Schritt die Änderung verursacht hat.

Wird beispielsweise nur ein eingebettetes Copyright-Feld geändert, ohne die komprimierten Bilddaten anzutasten, ändert sich der Hash der Datei. Die angezeigten Pixel bleiben dabei unverändert. Ein abweichender Hash ist deshalb für sich genommen kein Beleg für einen Verlust an visueller Qualität.

Einschränkung bei erneut hochgeladenen Bildern: Hat ein Bearbeitungsprogramm oder eine Website die Kamerametadaten bereits entfernt, bevor das Bild auf Instagram hochgeladen wurde, kann ein späterer Download diese Felder nicht aus der bereitgestellten Kopie rekonstruieren. Dafür benötigen Sie eine frühere Datei oder unabhängige Unterlagen.

Was fehlende Metadaten und verlorene Details bedeuten

Metadatenverlust und der Verlust visueller Qualität sind zwei unterschiedliche Probleme.

Ein Bild kann unverändert aussehen, obwohl Kamerainformationen fehlen. Umgekehrt kann es ein Aufnahmedatum enthalten und trotzdem verkleinert oder komprimiert worden sein. Unveränderte Pixelmaße beweisen weder eine unveränderte visuelle Qualität noch identische Dateiinhalte.

Was Sie als Nächstes tun sollten, hängt davon ab, welche Informationen Sie benötigen:

Ihr Ziel Sinnvoller nächster Schritt Wichtigste Einschränkung
Aufnahmeeinstellungen ermitteln EXIF-Daten prüfen; eine frühere Datei anfordern Felder können fehlen oder bearbeitet worden sein
Aufnahmezeitpunkt feststellen Datumsangaben mit Unterlagen des Eigentümers vergleichen Uhren können falsch eingestellt sein, Zeitzonenangaben können abweichen
Urheberangaben und Kontext bewahren Einen Sidecar-Datensatz führen Informationen auf der Beitragsseite können sich ändern
Möglichst viele Bilddetails erhalten Kameradatei oder Masterdatei anfordern Der Eigentümer besitzt möglicherweise keine früheren Dateien mehr
Feststellen, ob Dateien identisch sind SHA-256-Hashes vergleichen Identische Dateien beweisen keine Urheberschaft
Genehmigung zur Wiederverwendung erhalten Den zuständigen Rechteinhaber fragen Eine Namensnennung allein reicht nicht aus

Eine heruntergeladene Kopie kann fehlende Metadaten nicht wiederherstellen, Komprimierung nicht rückgängig machen, verlorene Pixel nicht rekonstruieren und Eigentum nicht beweisen. Bewahren Sie die verfügbare Datei deshalb zusammen mit ihrem Quellennachweis auf. Wenn Entstehungsgeschichte, Herkunft oder Bilddetails wichtig sind, bitten Sie den Eigentümer um das Original oder die bearbeitete Masterdatei und um ergänzende Informationen.